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Da die Dunkelheit wie gesagt hereinbrach und ich in Gegenwart von Tieren keinen Blitz benutze, sind die folgenden Bilder qualitativ nicht sehr gut. Da dies allerdings meine erste Begegnung mit Werner Freund war ist es mir umso wichtiger sie zu zeigen.


Wie man sich leicht vorstellen kann, wird der Moment der Fütterung sehnlichst erwartet.

Einige herbe Rangeleien stellen dabei noch mal klar wie die Rangfolge im Rudel ist, und damit auch wie die Reihenfolge am
Futter aussieht.

Und das man für Wölfe keine Chappi-Dosen aufmacht dürfte auch klar sein.

Werner Freund versorgt seine Wölfe mit zum größten Teil selbst zerlegtem oder getötetem Frischfleisch das für sie die artgerechte Kost darstellt. Als "Wolf unter Wölfen" (so der Titel seines zweiten Buches) scheint mir sowohl seine Erscheinung, als auch sein Verhalten den Wölfen mit denen er lebt sehr zu ähneln. Für mich eine angenehme Erfahrung, denn er zeigt sich nicht als marktschreierischer Zoodirektor und auch nicht als kontaktscheuer Einsiedler, der nur seine Wölfe kennt. Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen. Als interessierter Besucher ist es kein Problem mit ihm in Kontakt zu kommen und er teilt sein Wissen bereitwillig mit. Gesunde Skepsis gegenüber den meisten Besuchern, die äußerst oberflächlich auftreten, kann man ihm da schnell nachsehen. Gerne hätte ich mich noch länger mit ihm unterhalten, doch die Kälte ließ einem ein lockeres Gespräch am Zaun nicht wirklich sinnvoll erscheinen. Um ehrlich zu sein war meine Aufnahmekapazität an Eindrücken auch stark beansprucht und ich möchte mir erstmal alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Sicherlich war es jedoch bei weitem nicht der letzte Besuch bei den Wölfen.

Allerdings werde ich dabei das Wochenende und vor allem die kostenlose Führung sparen, denn sie war zwar informativ, aber die nachfolgenden Fragen der anwesenden Besucher waren zum Teil so haarsträubend, dass sogar ich den Kopf schütteln musste. Aber Werner Freund behielt eine bewundernswerte Ruhe und erklärte wahrscheinlich zum x-ten Mal, dass man Wölfe nicht im Wohnzimmer halten, geschweige denn dressieren kann. Selbst einem Mann, der erzählte er hätte 21(!) Katzen in seiner Wohnung die sich (logischerweise bei dem Gedränge) ständig prügeln, redete er mit einer Engelsgeduld aus, dass dieser jetzt unbedingt einen Wolf streicheln wollte. Um diesen beiden Spezialisten bei ihren Fragen an Werner Freund nicht länger zuhören zu müssen und auch im Angesicht einer 350km langen Heimfahrt durch Nebel, Eisregen und überfrierende Nässe, zog ich mein eigentliches Vorhaben eines tiefergehenden Gesprächs wieder zurück. Mir blieb nur noch mich von Iff zu verabschieden, den ich wohl nicht mehr wiedersehen werde.


 




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